Demag ML 70

 



Diesellokomotive
Demag ML 70


Was, noch eine?


Bevor ich loslege, möchte ich darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag zur DEMAG ML 70 viele Textbausteine aus dem Beitrag über die DEMAG ML 55 einfügen werde. Denn das einzige, was sich gegenüber der ML 55 baulich ändert, ist das Führerhaus, alles andere ich gleichgeblieben. Deshalb muss ich das Rad nicht neu erfinden und wünsche nun viel Spaß beim Lesen.

Anlass für das Bauen einer Demag ML 70 - ML70 steht für Motorleistung 70 PS - war vor langer Zeit ein Bericht im Buntbahn-Forum, der mich einerseits begeisterte und anderseits, um eine Variante mehr im Bestand zu haben. Die Bastelarbeiten an der ML 55 ruhen derzeit und werde diese danach fertigbauen.
Nun liegen alle in Vivak gelaserten Bauteile auf meinem Basteltisch und wurden auch schon bearbeit, was bedeutet, dass alle Teile entgratet wurden und in Kürze miteinander verklebt werden.
Das Laserschneiden in Vivak ist eine feine Sache und das Zusammenfügen der Bauteile geht nach deren Entgratung schnell von der Hand, ohne das die Genauigkeit dabei abhandenkommt. Deshalb möchte ich noch einmal Vivak® als idealen Werkstoff für das Laserschneiden, Fräsen und Bauen in 7/8ths empfehlen.

Demag ML 70   |   Maßstab 7/8ths

Zwischenzeitlich war es mir gelungen, Kopien von Originalzeichnungen sowie Fotos zu ergattern und möchte gerne die fertige Rekonstruktion der Demag ML 70 vorstellen. In der Zeichnung fehlen jetzt nur noch die Kuppelstange und Wurfhebelbremse, ansonsten ist sie vollständig. Wer meine Zeichnung als PDF zum privaten Gebrauch und Bau eines Modells gerne hätte, sendet mir bitte eine Mail (siehe Impressum).

Reinzeichnung DEMAG Lokschild nach einer originalen Vorlage (Foto) aus den 30er-Jahren.
Rekonstruktion und Zeichnung: Horst Wilhelm Bauer
© Horst Wilhelm Bauer  -  Alle Rechte vorbehalten

Zeichnung der Demag ML 70 - die Kuppelstange habe ich vorläufig weggelassen.
Die Bezeichnung ML 70 steht für Motorleistung 70 PS.
Rekonstruktion und Zeichnung: Horst Wilhelm Bauer
© Horst Wilhelm Bauer  -  Alle Rechte vorbehalten


Zusammenbau Lokrahmen mit Vivak®

Nachdem ich Acryl XT endgültig von meiner Werkstoffliste gestrichen habe, werden Lokbauteile nur noch in Vivak® gelasert mit dem Ergebnis, dass nunmehr alles perfekt passt und nur wenig Nacharbeit notwendig ist. So habe ich es mir schon immer gewünscht und bin froh, dass ich den richtigen Werkstoff gefunden habe.

Dabei gilt es zu beachen, dass man das gelaserte Vivak vor dem Baubeginn tempert und danach die beim Laserschneiden entstandenen Grate entfernt, besonders bei den Nocken. Anschließend steckt man die Bautele zum Prüfen der Passgenauigkeit lose zusammen. Was soll ich sagen: Bis jetzt hat immer alles perfekt gepasst! So ein gutes Ergebnis habe ich noch nie gehabt und bin mehr als hochzufrieden. Danach erfolgt das Zusammenkleben der Bauteile und verwende dazu UHU plast special, man kann aber auch UHU allplast oder Ruderer L530 zum Kleben von Vivak® verwenden.

Kleiner Tipp zur Verarbeitung von Vivak®
Ich empfehle, dass man sich die für Modellbauer interessante PDF-Broschüre „Verarbeitungshinweise Axpet® und Vivak®“ bei ThyssenKrupp unbedingt herunterladen sollte. Sie enthält u. a. viele Hinweise zum Formen, Laserschneiden, Lackieren, Kleben, Bohren, Sägen und vielem mehr zum Thema Vivak®.


Meine Werkzeuge zum Bearbeiten von Vivak - mehr braucht man nicht.


Mit den gezeigten Klebstoffen ist man beim Bauen mit Vivak auf der sicheren Seite.
Ruderer L530 und UHU allplast eignet sich nicht nur für Vivak, sondern auch für ASA.


Die folgenden Fotos sind nur Platzhalter, bis die neuen Fotos bearbeitet worden sind!

Sowie die L-Profile eingeklebt sind und der Kunststoffkleber vollständig ausgehärtet ist, wird es an das Lackieren gehen, was mit dem Grundieren beginnt und mit dem Rotlackieren des Lokrahmens endet. Sodann beginne ich mit dem Lokaufbau und werde im Führerhaus ein kleines Schmankerl einbauen.

Nach dem Abziehen der Schutzfolie werden alle Nocken und Passlöcher mithilfe einer
gewöhnlichen Nagelfeile (Grob bis Mittelgrob) bearbeitet, um die Lasergrate zu entfernen.

Dieses Foto zeigt sehr gut die Passgenauigkeit der Laserteile.

Ein Blick von unten in den Bereich, wo der Motorblock eingelassen wird.

Der kleine eingelassene Steg dient als Begrenzung für die Aufnahme des Motorblocks.

Jetzt müssen nur noch die L-Profile auf Format geschnitten
und in den Lokrahmen eingeklebt werden.


Operation Motorblock

Damit die DEMAG ML 70 sich auch von der Stelle bewegen kann, muss eine weitere LGB Stainz 2 daran glauben und ihren Motorblock spenden. Wie auch bei der ML 55 wird das problemlos vonstattengehen und kann sagen, dass der Motorblock auch bei der ML 70 „saugend“ passen wird. Was von der Stainz übrig bleibt, werde ich verkaufen.

Zum Einbau des Motorblocks D2020 musste ich eine zweite Stainz erwerben.
Nun geht es ihr an den Kragen.


Legende
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Sämtliche Rekonstruktionen, Illustrationen, Zeichnungen, Fotos und Modellbau: Horst Wilhelm Bauer
© Horst Wilhelm Bauer  •  Alle Rechte vorbehalten


Stand: 15. Februar 2026




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